Unsere Geschichte: von der Verwahrung zur Inklusion

W.I.R. entstand aus einem klaren gesellschaftlichen Wandel: Menschen mit Behinderungen sollten nicht länger in großen Institutionen verwahrt werden, sondern selbstbestimmt und gut begleitet mitten in der Gesellschaft leben können. Aus diesem Gedanken entwickelte sich seit den 1990er-Jahren ein vielfältiges Angebot an Wohn-, Arbeits-, Tages- und mobilen Begleitformen.

Die folgende Timeline zeigt die wichtigsten Stationen dieser Entwicklung: vom Beginn der Enthospitalisierung in Tirol über den Aufbau dezentraler Angebote bis hin zur heutigen W.I.R. gGmbH als moderne, gemeinnützige Organisation für Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung.

1990er
Der Beginn der Enthospitalisierung

In Tirol beginnt die Enthospitalisierung: Menschen mit Behinderungen sollen nicht mehr in großen psychiatrischen und sonstigen Großeinrichtungen leben, sondern in kleineren, gemeindenahen Angeboten begleitet werden.

1996
Aus Einrichtung wird Verein

Aus dem Heilpädagogischen Zentrum des Psychiatrischen Krankenhauses Hall entsteht der Verein W.I.R.; erste dezentrale Wohnhäuser und neue Wohn- und Betreuungsformen werden aufgebaut. 

2000 - 2010
Wachsen in die Gemeinden

W.I.R. erweitert Schritt für Schritt Wohnhäuser, Tagesstrukturen und Arbeitsmöglichkeiten in mehreren Gemeinden; Leitlinien sind in dieser Zeit Normalisierung, Integration und ein möglichst „normales“ Leben im Alltag. 

ab 2007
Inklusion wird zum Leitgedanken

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention rücken Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung stark in den Mittelpunkt; bestehende Angebote werden inklusiver gedacht und weiterentwickelt. 

seit 2017
Professionalisierung und Qualität

Der operative Bereich wird in die W.I.R. gGmbH überführt; Ausbau inklusiver Wohn- und Arbeitsprojekte, professionelles Qualitätsmanagement und mehrfach ausgezeichnet als „Exzellentes Unternehmen Österreichs“. 

heute
30 Jahre gelebte Teilhabe

W.I.R. steht für über 30 Jahre Entwicklung: vielfältige Wohn-, Arbeits-, Tages- und mobile Angebote ermöglichen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes, inklusives Leben in der Gesellschaft.