W.I.R. entstand aus einem klaren gesellschaftlichen Wandel: Menschen mit Behinderungen sollten nicht länger in großen Institutionen verwahrt werden, sondern selbstbestimmt und gut begleitet mitten in der Gesellschaft leben können. Aus diesem Gedanken entwickelte sich seit den 1990er-Jahren ein vielfältiges Angebot an Wohn-, Arbeits-, Tages- und mobilen Begleitformen.
Die folgende Timeline zeigt die wichtigsten Stationen dieser Entwicklung: vom Beginn der Enthospitalisierung in Tirol über den Aufbau dezentraler Angebote bis hin zur heutigen W.I.R. gGmbH als moderne, gemeinnützige Organisation für Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung.
In Tirol beginnt aufgrund des neuen Unterbringungsgesetzes 1991 die Enthospitalisierung: Menschen mit Behinderungen werden sukzessive aus psychiatrischen Krankenhäusern in kleinere, gemeindenahe Angebote ausgegliedert.
Aus dem Heilpädagogischen Zentrum des Psychiatrischen Krankenhauses Hall entsteht der Verein W.I.R.; erste dezentrale Wohnhäuser und neue Wohn- und Betreuungsformen werden aufgebaut.
W.I.R. erweitert Schritt für Schritt Wohnhäuser, Tagesstrukturen und Arbeitsmöglichkeiten in mehreren Gemeinden; Leitlinien sind in dieser Zeit Normalisierung der Lebensumstände und Integration in die Gesellschaft.
Mit der UN-Behindertenrechtskonvention rücken Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung stark in den Mittelpunkt; bestehende Angebote werden inklusiver gedacht und weiterentwickelt.
Der operative Bereich wird in die W.I.R. gGmbH überführt; Ausbau inklusiver Wohn- und Arbeitsprojekte, professionelles Qualitätsmanagement und mehrfach ausgezeichnet als „Exzellentes Unternehmen Österreichs“.
W.I.R. steht für über 30 Jahre Entwicklung: vielfältige Wohn-, Arbeits-, Tages- und mobile Angebote ermöglichen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes, inklusives Leben in der Gesellschaft.
Jede gute Geschichte hat ihre großen und kleinen Momente. Wer gerne etwas genauer stöbern möchte, findet hier unsere Meilensteine – Jahr für Jahr, Schritt für Schritt.